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Jeder Typ zählt! - Arbeitstypologien.

Was Sie erwartet

Arbeitsumgebungen bedarfsgerecht gestalten.

Heute verändern sich Arbeitsbedingungen schneller denn je. Deswegen ist es umso wichtiger, den Mensch im Unternehmen ganzheitlich zu betrachten. Als Kooper­ations­partner des Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) nutzen wir bei wir sind raum die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse auf diesem Gebiet. Das aktuelle Forschungsprojekt verdeutlicht, welche unterschiedlichen Typen von Mitarbeitenden es gibt und wie diese zukünftig durch individuelle Arbeits­welten optimal unterstützt werden können.

Ein Bürokonzept, das für langfristige Zufriedenheit und Produktivität sorgt, muss nicht nur individuell auf Ihr Unternehmen zugeschnitten sein. Es sollte auch auf alle zukünftigen Entwicklungen vorbereitet sein. Deshalb kooperiert wir sind raum im Rahmen des Forschungsprojekts Office 21 eng mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO). Wir profitieren dabei von den neuesten Erkenntnissen aus der Forschung und Studien zur Entwicklung der Büro- und Wissensarbeit.

Kooper­ations­partner

Wissensvorsprung

Logo von Fraunhofer
Logo von Office 21.

Der Wandel ist real – und verlangt ein neues Raumverständnis. 

Die Arbeitswelt ist im Umbruch, dauerhaft und tiefgreifend. Während 2018 noch rund 76 Prozent der Arbeitstage im Büro stattfanden, ist dieser Wert heute auf etwa 50 Prozent gesunken. Gleichzeitig hat sich der Anteil an Heimarbeit vervierfacht – von 10 Prozent auf über 40 Prozent. Dieser Wandel geht nicht spurlos an der Arbeitsumgebung vorbei. 

In der hybriden Realität nehmen virtuelle Meetings, zeitversetzte Kommunikation (z. B. über Chat-Nachrichten) und konzentrierte Einzelarbeit einen immer größeren Raum ein. Doch viele Büroflächen folgen noch immer einer veralteten Logik: offene Großräume mit wenig Rückzugsflächen oder kleinteilige Bürostrukturen mit wenig Kommunikationsmöglichkeiten sowie unzureichende Flächen und technische Flächen für hybrides Arbeiten Die Folge Konzentrationsschwierigkeiten, unzureichender Austausch, Motivationsverlust und eine sinkende Produktivität und Innovationsdynamik. 

Die zentrale Erkenntnis ist: Das Büro bleibt ein unverzichtbarer Ort, aber nur, wenn es gezielt auf hybride Nutzung hin gestaltet wird. Es braucht Räume, die Rückzug ebenso ermöglichen wie Austausch und digitale Kollaboration. Rückzug ebenso ermöglichen wie Austausch und digitale Kollaboration.

Bedarfsanalysen und Mitarbeitendentypologien als Schlüssel zur Kosten- und Flächenoptimierung.

Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit stehen Unternehmen zunehmend unter Druck, ihre Flächen effizienter zu nutzen und Betriebskosten zu senken. Eine bedarfsorientierte Planung bildet hierfür die Grundlage: Nur wer die tatsächlichen Arbeitsweisen und Raumanforderungen kennt, kann Überkapazitäten identifizieren und Flächen gezielt abbauen – ohne die Produktivität oder das Wohlbefinden der Mitarbeitenden zu gefährden. 

Durch die systematische Erhebung von Mitarbeitendentypologien und Kenntnis über die Arbeitsplatznutzungen, Anwesenheiten und Bedarfen lassen sich oft beträchtliche Einsparpotenziale bis zu 30 Prozent identifizieren.

Mehr als ein Arbeitsplatz: das Büro als sozialer Anker in der hybriden Welt.

Neben der funktionalen Dimension geht es auch um den sozialen Zusammenhalt. Hybrid­e Arbeit reduziert spontane Begegnungen und kann soziale Isolation verstärken, eine Entwicklung, die als „soziale Erosion“ beschrieben werden kann. Das Büro gewinnt damit eine neue Rolle: Es wird zum Ort der Verbindung, des kollegialen Miteinanders, der informellen Gespräche und kreativen Teamarbeit. 

Räume müssen diesen neuen Anforderungen gerecht werden: Sie sind nicht mehr bloß Arbeitsstätten, sondern multifunktionale Plattformen, für Zusammen­arbeit, Wissensaustausch und individuelle Fokussierung. Mit aktivitätsbasierten Zonen können Organisationen genau das schaffen: eine Umgebung, die sich den Tätigkeiten anpasst – und nicht umgekehrt. Flächeneffizienz beginnt mit Bedarfsermittlung. 

Die Beratungspraxis zeigt: Es werden neue Möbel, Technologien oder Büro­konzepte angeschafft, doch der gewünschte Effekt bleibt aus. Warum? Weil die tatsächlichen Bedürfnisse der Mitarbeitenden nicht berücksichtigt wurden. 

Das Fraunhofer IAO und wir sind raum empfehlen eine systematische Bedarfsanalyse auf Basis von Mitarbeitendentypologien als Grundlage für jede Neugestaltung oder Flächenoptimierung. In zahlreichen Projekten wurde dies praxisnah umgesetzt: Die Ergebnisse lieferten ein belastbares Bild zur Existenz von Nutzertypen, Flexibilitätsbedarf sowie zu den tatsächlichen Anforderungen an Räume. 

Solche Erkenntnisse sind entscheidend, nicht nur für die Zufriedenheit der Mitarbeitenden, sondern auch aus ökonomischer Perspektive. Räume, die effizient genutzt werden, sparen Kosten, steigern die Auslastung und vermeiden Leerstand.

Ihr Input ist wichtig: jetzt mitmachen!

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Dauer: circa 15 Minuten

Mitarbeitendentypologien – ein Schlüssel zur raumbezogenen Strategie.

Auf Basis umfangreicher Analysen wurden fünf zentrale Typen der hybriden Arbeitswelt identifiziert:

  • Communicator
  • Traveller
  • Hybrid­
  • Silent Worker
  • Handson

Diese Typologien helfen, Räume passgenau zu planen und zu gestalten. Damit ist die Arbeitsgestaltung optimal an die Anforderungen und Bedürfnisse der Mitarbeitenden ausgerichtet.

Die Arbeitstypologien repräsentieren nicht starre Rollen, sondern beschreiben charakteristische Muster des Arbeitens, die in unterschiedlichen Ausprägungen innerhalb­ einer Organisation vorkommen. Sie zeigen auf, wie Menschen kommunizieren, wo sie bevorzugt arbeiten und welche räumlich funktionalen Bedürfnisse sie mitbringen.

Damit sind sie ein wertvolles Instrument, um Arbeitsumgebungen gezielt auf reale Anforderungen auszurichten – und nicht auf Annahmen oder organisatorische Traditionen.

Beispielsweise benötigen Mitarbeitende, die regelmäßig in Videokonferenzen eingebunden sind oder häufig telefonieren, vor allem gut abgeschirmte Zonen mit akustischer Optimierung. Wer konzentriert an komplexen Aufgaben arbeitet, braucht störungsarme Rückzugsräume, in denen fokussiertes Denken möglich ist.

Mitarbeitende mit stark kommunikativer Ausrichtung hingegen profitieren von offenen Begegnungsflächen, kreativen Settings und flexiblen Besprechungsmöglichkeiten. Und diejenigen, die viel unterwegs sind oder selten vor Ort arbeiten, benötigen vor allem unkomplizierten Zugang zu temporären, flexibel nutzbaren Arbeitsplätzen, kombiniert mit effizienter digitaler Infrastruktur.

Details downloaden

Jeder Arbeitstyp hat eigene Anforderungen an die Arbeitsumgebung:

  • Fokussierte Typen (z. B. Silent Worker, Caller): brauchen Ruhe und Rückzug.
  • Kollaborative Typen (z. B. Communicator): arbeiten am besten im engen Austausch mit dem Team.
  • Mobile Typen (z. B. Traveller, Hybrid­): bevorzugen flexible Strukturen und wechselnde Orte.

Hier finden Sie zusätzliche Infos zu den Mitarbeitendentypologien:
Steckbriefe downloaden

Der Nutzen dieses Ansatzes liegt auf der Hand: Durch das Verstehen unterschiedlicher Arbeitstypen können Organisationen ihre Flächen nicht nur besser nutzen, sondern auch unnötige Kosten vermeiden. Es müssen nicht mehr für alle Mitarbeitenden identische Arbeitsplätze vorgehalten werden, stattdessen wird gezielt dort investiert, wo ein realer Bedarf besteht. So entstehen durchdachte, funktional differenzierte Arbeitsumgebungen, die sowohl ökonomische Effizienz als auch Mitarbeitendenzufriedenheit steigern.

Darüber hinaus trägt die typologiebasierte Planung zur Förderung der Unternehmenskultur bei. Wenn Mitarbeitende erleben, dass ihre individuellen Arbeitsweisen berücksichtigt werden und sie in einer Umgebung arbeiten können, die sie in ihrer Produktivität unterstützt, steigt die Identifikation mit dem Unternehmen. Räume werden so nicht nur effizienter genutzt, sondern auch zu echten Enablern für Motivation, Kreativität und Zusammen­arbeit.

Kurzum: Arbeitstypologien ermöglichen einen Perspektivwechsel, weg von statischen Raumangeboten hin zu dynamischen, bedarfsorientierten Umgebungen. Sie liefern eine solide Planungsgrundlage, die dabei hilft, hybride Arbeit nicht nur zu ermöglichen, sondern strategisch und wirksam zu gestalten. Die gezielte Ausrichtung von Raumkonzepten an diesen Typologien ermöglicht nicht nur mehr Zufriedenheit, sondern auch eine optimale Flächennutzung, ein Aspekt, der in Zeiten steigender Mietkosten und Nach­haltig­keitsanforderungen zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Wissenschaft trifft Praxis – eine Empfehlung.

  • Flächen typengerecht gestalten: Raumangebote müssen differenziert sein und den spezifischen Anforderungen der verschiedenen Arbeitstypen gerecht werden, um produktives Arbeiten und Erholung gleichermaßen zu ermöglichen.
  • Technologien integrativ planen: Die technische Infrastruktur sollte von Anfang an in die Raumplanung eingebunden werden, um nahtlose Kommunikation und flexible Nutzung zu gewährleisten.
  • Präsenzgründe verstehen und fördern: Es gilt zu analysieren, welche Faktoren Mitarbeitende motivieren, ins Büro zu kommen, sei es die soziale Interaktion, spezielle Arbeitssituationen, technische Ausstattung oder kreative Kollaboration.
  • Den sozialen Wert des Büros stärken: Neben funktionalen Aspekten darf nicht vergessen werden, dass das Büro ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der kulturellen Identität ist. Technologien und Raumkonzepte müssen diesen sozialen Mehrwert unterstützen. Wissenschaft trifft Praxis – eine Empfehlung  

Nur wenn all diese Elemente zusammenwirken, entstehen hybride Arbeits­welten, die nicht nur effizient und kostensparend sind, sondern auch die Bedürfnisse der Mitarbeitenden in den Mittelpunkt stellen und so langfristig Innovationskraft und Zufriedenheit fördern.

Kontakt

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